Hörbeispiele - Referenzen und Kritiken

Jacob Grippenbusch: Wacht auf, ihr schönen Vögelein

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Georg Friedrich Händel: Allegro aus der Triosonate in F-Dur HWV 405

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Pietro Torri: Son Rosignolo

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Kritiken

Einstimmung auf Weihnachten im Blauen Saal

Barockensemble I Zefiretti - Donaukurier 2024 von Heidrun Budke

Manchmal erweist sich ein vermeintliches Problem als Glücksfall. Jana Gerstmair und Mina Voet hatten die Idee zu einem vorweihnachtlichen Konzert des Barock-Ensembles I Zefiretti, doch der Blaue Saal der Volkshochschule war in der Adventszeit nahezu ausgebucht. Zweifel, ob zwei Tage vor Heilig Abend überhaupt jemand kommen würde, erwiesen sich als vollkommen unbegründet - die etwa 80 Zuhörer wurden mit einem wunderbaren Hörgenuss belohnt.

So freute sich Hausherrin Gerstmair bei der Begrüßung des Publikums und der Künstlerinnen über die gut besetzten Stuhlreihen: "Ich bin überwältigt". Dann machte sie Appetit auf das, was kommen würde: "Wir haben heute das Glück, Himmelsmusik hören zu können mit einer glockenklaren Stimme". Nach einem schweren Jahr in Schrobenhausen könne man nun mit Zuversicht in das neue Jahr gehen, dazu solle der Abend beitragen: "Lassen wir die Musik sprechen - es werde Licht", so Gerstmair.

Stimmungsvolles Programm
Unter eben diesem Titel: "Es werde Licht" hatte das Quartett I Zefiretti ein stimmungsvolles Programm vorbereitet, in dessen Mittelpunkt Werke der Komponisten Christoph Graupner und Georg Philipp Telemann standen. Eröffnet wurde die barocke Stunde allerdings mit dem Stück "Der Morgenstern ist aufgedrungen" von Michael Praetorius (1571 - 1621).

Bereits mit den ersten angestimmten Tönen entführte das Ensemble, das mit Beate Kiechle (Gesang, Traversflöte), Mina Voet (Blockflöten), Regina Frank (Cetra Nova - Zither) und Susanne Kaiser (Barockharfe) aus Spezialistinnen für Alte Musik besteht, in die Zeit des Barock. Dabei faszinierte das Zusammenspiel der Musikerinnen und der, wie Gerstmair versprochen hatte, glockenklare Sopran.

Es folgte ein Auszug aus der Kantate: "Das Licht scheinet in der Finsternis" von Christoph Graupner (1683 - 1760). Hier heißt es im Text unter anderem "Das Licht ist da... wer folgt, wird der Finsternis entrissen" und der Choral setzte einen Schlusspunkt, der optimistische Fröhlichkeit versprühte. Der nächste Auszug aus einem Graupner-Werk, dem "Concerto GWY 322", wirkte sehr energetisch, so dass mancher im Publikum durch Kopfnicken oder Fußwippen mit der Musik mitging. Überhaupt war den Zuhörern während des gesamten Konzerts anzusehen, wie sie von der Musik in den Bann gezogen werden. Wer nicht in der ersten Reihe saß, lehnte sich zur Seite, um am Vordermann vorbei einen möglich guten Blick auf Flöten, Harfe und Zither zu haben.

Vor allem die beiden letzteren Instrumente bekommt man nicht überall zu sehen und so war es spannend zu beobachten, mit welcher Eloquenz die Musikerinnen die Saiten zu klingen brachten. Faszinierend ist es immer wieder, wie Voet ihren Flöten wechselnde Stimmungen von trüber Melancholie bis zu herrlicher Leichtigkeit entlockt. Gekrönt wurde die Musik an diesem Abend durch die Stimme Kiechle, die schlicht verzauberte. So war der große Applaus nach jedem Stück Ausdruck respektvoller und begeisterter Anerkennung.

Drei Auszüge aus Werken Graupner dominierten das Programm und so erzählte Kiechle ein wenig über den Komponisten, wie etwa die Tatsache, dass er mehr als beeindruckende 2000 Werke geschaffen habe, von sakraler Musik bis zu Opern. Außerdem habe er sich - auf Empfehlung von Georg Philipp Telemann, von dem an diesem Abend zwei Stücke zu hören waren - als Thomaskantor in Leipzig beworben. Man hätte ihn dort gern genommen, wusste Kiechle, doch sein Herr, Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt, wollte ihn nicht gehen lassen. "So mussten sich die Leipziger mit Johann Sebastian Bach begnügen", meinte Kiechle mit einem Augenzwinkern und erntete dafür fröhliche Lachers dem Publikum.

Stürmischer Schlussapplaus
Das letzte Musikstück, die Kantate "Ihr Völker hört" von Telemann schlug den Bogen zum Titel des Abends. Die erste Arie beginnt mit den Worten: "Ihr Völker, hört, wie Gott aufs Neue spricht: Es werde Licht!" und endet ebenso zuversichtlich: "Sei hoch gelobt, für so viel Glanz und Segen, wodurch du mich aus Angst und Nacht zum Erbteil der Frommen, im Lichte gebracht!" Der Schlussapplaus war stürmisch, es gab Bravorufe. Mit der Zugabe: "Wie schön leuchtet der Morgenstern"lieferten I Zefiretti eine ebenso fröhliche wie wundervolle Einstimmung auf die Weihnachtstage. 

Jana Gerstmair verabschiedete Zuhörer und Künstlerinnen strahlend: "Wir hatten einen fantastischen Abend". Einen Seitenhieb auf die Stadtoberen hatte sie noch parat und der stieß auf reichlich Zustimmung im Publikum: "Ich denke, das Thema Licht nehmen wir mit nach Hause und vielleicht geht dem ein oder anderen Politiker in der Stadt auch ein Licht auf."

Frühling in finsteren Zeiten

"I Zefiretti" gestaltet Matinee - viel Gespür und klangliche Ausgewogenheit
Moosburger Zeitung von Niko Firnkees 2024

Moosburg - Derzeit herrscht eine saisonale Zwiegespaltenheit: Einerseits wehen die ersten lauen Lüfte des Frühjahrs, andererseits befinden wir uns in der dunkelsten Zeit des Kirchenjahres, die zum Karfreitag hinführt. Und davon sind auch die lauen Lüfte nicht unberührt. "I Zefiretti" stellten dies am Samstag um 12:05 Uhr in der "Matinee zur Marktzeit" mit zwei Gesangsnummern heraus.

André Camparas "O dulcis amor" erwies sich als religiös ummanteltes Anitas-Motiv: Irdische Sinnlosigkeit führte zu tiefer geistiger Erschöpfung, der Wunsch nach dem Paradies kam auf. In Joseph-Hector Fioccos "Lamantatio tertia" hingegen wurden Jeremias Prophezeihungen für den Karfreitag thematisiert. In beiden Fällen konnte Beate Kiechle mit viel Gespür für das Wort und einer durchdachten musikalischen Linienbildung der Intentionen der Komponisten in das Kastulusmünster importieren. 

Kiechle konnte zudem ihre stimmliche Klarheit auch auf die Traversflöte übertragen. Zusammen mit Susanne Kaiser an der Barockharfe und Regina Frank an der Zither musizierten sie mit klanglicher und stilistischer Differenzierung einen eher verspielten Michele Blavet und zweimal den nordeuropäischen-strengeren Georg Friedrich Händel.
Reizvoll gelangen die Duette zwischen der etwas volltönenderen Harfe und der durchsetzungsfähigen Zither. Die klangliche Ausgewogenheit gefiel dabei ebenso wie der hohe kammermusikalische Standard.

Kritiken 2019-2022

Ein musikalischer Frühlingsgruß von Vivaldi und Händel

Barockkonzert begeistert Zuhörer in Bad Neualbenreuth

Jubelndes Gotteslob auf zarten Saiten

Was über uns noch geschrieben wurde:

Moosburger Zeitung 2019

Schrobenhausener Zeitung 2018

Mittelbayrische Zeitung 2016